Plattenepithel­­karzinom

Das Plattenepithelkarzinom ist die zweithäufigste Form von Hautkrebs.


Ursprung

Die platten Zellen, die die Hautoberfläche bilden, sogenannte Plattenepithelzellen.

Lokalisation

Plattenepithelkarzinome können in jedem Bereich des Körpers auftreten, werden allerdings meist an Stellen beobachtet, die häufig der Sonne ausgesetzt sind, z.B. Ohr, Unterlippe, Gesicht, kahle Kopfhaut. Die Haut in diesen Bereichen lässt häufig Anzeichen für eine Sonnenschädigung erkennen, wie etwa Falten, Pigmentierungen und Elastizitätsverlust.

Achtung

Warnzeichen für ein Plattenepithelkarzinom sind offene Geschwüre oder verkrustete Hautstellen, die nicht abheilen. Manchmal erscheint der Tumor in Form von dicken roten Pusteln oder warzenähnlichen Auswüchsen. Menschen mit einem Basalzellkarzinom in der Vorgeschichte haben ein höheres Risiko für die Entwicklung eines Plattenepithelkarzinoms.

Wie beginnt ein Plattenepithel­­karzinom?

Das Plattenepithelkarzinom kann in Form eines harten Knötchens oder als veränderter, erhabener Fleck (Plaque) beginnen, mit einer krustigen Oberfläche, der unbehandelt schließlich aufbricht und ein Geschwür bildet.

Behandlung

Plattenepithelkarzinome sind meist heilbar. Eine verspätete Diagnose und Behandlung kann zu einem tieferen Ausbreiten in die Haut führen, Schäden und Entstellungen verursachen und/oder in andere Gewebe oder Körperorgane streuen.

Die Behandlung des invasiven Plattenepithelkarzinoms kann folgendermaßen aussehen:

  • Vollständige operative Entfernung.
  • Alleinige Strahlentherapie oder Strahlentherapie nach einer Operation.
  • In fortgeschrittenen Fällen oder wenn eine Operation oder Strahlentherapie nicht möglich ist, kann eine Chemotherapie eingesetzt werden.

Für das Plattenepithelkarzinom werden neue Therapieansätze wie etwa die Immuntherapie in klinischen Studien untersucht.

Eine Untersuchung der umliegenden Lymphknoten bei der Diagnosestellung und während der Nachsorge ist unabdingbar, da diese Tumore in die Lymphknoten streuen können.