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DIAGNOSE HAUTKREBS: ENTSTEHUNG UND HAUTKREBS-ARTEN

Die Haut ist die äußerste Schicht, die unseren Körper umgibt. Sie ist das größte Organ des Körpers und erfüllt verschiedene Funktionen:

Die Haut übernimmt wichtige Schutzfunktionen. Sie schirmt Krankheitserreger ab und reguliert die Körpertemperatur. Unter Einwirkung von Sonnenlicht ist die Haut an der Vitamin-D-Produktion im Körper beteiligt.

Die Haut besteht aus drei Schichten: Die äußere Epidermis, die unterstützende Dermis und die Hypodermis (oder Fettschicht). Melanozyten, die Zellen, die das für die Hautfarbe zuständige Melanin produzieren, befinden sich in der Epidermis. Die Regeneration und Produktion von neuen Hautzellen findet in der Basalschicht der Epidermis statt.

Unter Hautkrebs fasst man bösartige Tumoren der Haut zusammen, die nach der Art der Hautzellen benannt sind, aus denen sie entstehen.

Der folgende Bereich beschreibt die unterschiedlichen Hautkrebs-Arten, die Diagnose malignes Melanom und mehr:

Entstehung von Hautkrebs, Hautkrebs-Häufigkeit, Hautkrebs-Arten wie Melanom oder weißer Hautkrebs oder andere, seltenere bösartige Hauttumoren, Diagnose malignes Melanom , ABCDE-Regel, Biopsie und bildgebende Verfahren, Melanom-Stadien und WHO-Klassifikation.
 

WIE ENTSTEHT HAUTKREBS?

Hautkrebs bezeichnet das unkontrollierte Wachstum von Hautzellen. Hautkrebs kann entstehen, wenn die DNA, der Träger des Erbguts, in Hautzellen in der Epidermis beschädigt ist und dadurch ein unkontrolliertes Wachstum dieser Zellen verursacht wird. UV-Strahlung (von der Sonne oder auch künstliche UV-Strahlung, wie etwa in Sonnenstudios) ist die direkte Ursache dieser Schädigung.

Die drei häufigsten Hautkrebs-Arten sind das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) und die beiden weißen Hautkrebsformen Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom. Alle weiteren bösartigen Neubildungen kommen deutlich seltener vor.

HÄUFIGKEIT VON HAUTKREBS: STARK STEIGENDE FALLZAHLEN

Betrachtet man alle Hautkrebs-Arten als Gesamtes, werden allein in Deutschland jedes Jahr etwa 270 000 Neuerkrankungen (Daten aus 2016) diagnostiziert. Auf das maligne Melanom entfallen jährlich über 21 000 Neuerkrankungen in Deutschland.

Die Häufigkeit (Jahresprävalenz) des Hautkrebses hat in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen. Allein beim malignen Melanom hat sich die Zahl der neu aufgetretenen Fälle bei beiden Geschlechtern seit den 1970er Jahren mehr als verfünf­facht und macht in Deutschland aktuell ca. 4,5 % aller Krebsfälle aus.

WELCHE FORMEN VON HAUTKREBS GIBT ES UND WAS SIND DIE UNTERSCHIEDE?

Die verschiedenen Hautkrebs-Arten zeigen ein unterschiedliches Entwicklungs- und Wachstumsverhalten und werden unterschiedlich behandelt. Lesen Sie hier mehr zum Melanom, Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom, Merkelzellkarzinom und zu kutanen Sarkomen:

MELANOM = SCHWARZER HAUTKREBS

Das Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, tritt seltener als die weiße Form auf, ist aber die gefährlichste Form von Hautkrebs. Wenn es frühzeitig diagnostiziert wird, ist es meist heilbar. Unbehandelt oder zu spät behandelt kann das Melanom in andere Bereiche des Körpers streuen (metastasieren).

Der Ursprung des Melanoms sind die Melanozyten. Dies sind Zellen in der Epidermis, die das Pigment Melanin bilden. Melanin verleiht der Haut, den Haaren und Augen ihre Farbe.
Melanome sind normalerweise braun oder schwarz; es gibt allerdings auch hautfarbene, farblose oder anders gefärbte Tumoren.

Lokalisation: Trotz des engen Zusammenhangs zwischen Sonneneinstrahlung und der Entwicklung eines Melanoms können diese Hauttumoren an allen Körperstellen auftreten, auch in Bereichen, die normalerweise nicht der Sonne ausgesetzt sind, wie die Genitalien oder der Analbereich. Das liegt daran, dass die Haut mit einer Körperoberfläche von fast 2 m2 beim Erwachsenen ein Gesamtorgan ist.

Bei Männern sind am häufigsten der Rücken und die Brust betroffen, während bei Frauen meist der Rücken und die Beine betroffen sind.

Das Melanom wächst durch die Haut hindurch in die darunterliegende Fettschicht und hat die Tendenz, in die Lymphe und ins Blut zu streuen.

Hautkrebs erkennen: Auf Hautveränderungen achten

  • Ein Melanom kann über Wochen, Monate oder sogar Jahre entstehen. Anfänglich kann es sich in Form eines neuen Leberflecks oder einer Art Sommersprosse zeigen oder es kann sich in einem bereits vorhandenen Leberfleck entwickeln.
  • Melanome haben für gewöhnlich eine dunkle Farbe (braun oder schwarz), es gibt aber auch Tumoren, die eine Mischung von Farben zeigen.
  • Unabhängig vom Risiko für die Entwicklung von Hautkrebs sollten alle Menschen ihre Haut regelmäßig auf Veränderungen hin untersuchen.
  • Verdächtige Flecken sollten einem Arzt vorgestellt werden.
  • Die Dermatologenverbände rufen dazu auf, die frühen Warnzeichen für Hautkrebs – das ABCDE des Melanoms – kennenzulernen sowie regelmäßig einmal im Monat eine Selbstuntersuchung der Haut vorzunehmen.
Screenshot Video Dr. Mohr
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3-Teiliges Video: Aufklärung fortgeschrittenes Melanom (Stadium III)

Rund um die Diagnose, die Behandlungsmöglichkeiten und das mögliche Fortschreiten der Erkrankung tauchen viele Fragen auf. Ein fiktives Gespräch zwischen Dr. med. Peter Mohr, Chefarzt des Dermatologischen Zentrums der Elbekliniken in Buxtehude, und einer Patientin zeigt auf, welche Fragen auftauchen können und gibt viele hilfreiche Informationen.

Basalzellkarzinom = Form des weißen Hautkrebses oder auch Basaliom

Das Basalzellkarzinom ist der am häufigsten diagnostizierte und am besten behandelbare Hautkrebs. Die Basalzellen der Epidermis sind kleine, runde Zellen in der Basis der äußersten Hautschicht.

Lokalisation: Basalzellkarzinome treten häufig an Körperstellen auf, die übermäßiger Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren. Typischerweise sind dies die Stirn, Wangen, unbehaarte Kopfhaut und der Nacken.

Achtung: Bei Menschen, die bereits einmal an einem Basalzellkarzinom erkrankt waren, besteht ein höheres Risiko, dass sie im Laufe der Jahre weitere entwickeln. Sie können an der gleichen Stelle oder an anderen Körperteilen auftreten.

Das Basalzellkarzinom erkennt man auf unterschiedliche Weise. Häufig zeigt sich zunächst eine hautfarbene Papel oder ein Knötchen mit einem eingerollten, perligen Rand und einem eingedrückten oder geschwürartigen Zentrum.

Behandlung des Basalzellkarzinoms:
Je frühzeitiger die Erkrankung entdeckt wird, desto besser ist sie behandelbar. Spätes Hautkrebs-Erkennen dagegen kann zur Schädigung des umliegenden Gewebes führen. Größere Tumoren erfordern tiefergreifende chirurgische Eingriffe, die Entstellungen verursachen können.

  • Operative Entfernung.
  • Für Läsionen im Gesicht kann eine Strahlentherapie eingesetzt werden.
  • Für risikoarme, oberflächliche Basalzellkarzinome kann auch eine rezeptpflichtige Creme eingesetzt werden, die an der Stelle der Krebserkrankung auf die Haut aufgetragen wird.

Zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen Basalzellkarzinoms sind in Deutschland orale Präparate, die so genannten Signalweg-Hemmer verfügbar.

Plattenepithelkarzinom = Form des weißen Hautkrebses oder auch Spinaliom oder Stachelzellkarzinom

Das Plattenepithelkarzinom ist die zweithäufigste Form des Hautkrebses. Ursprung sind die platten Zellen, die die Hautoberfläche bilden, sogenannte Plattenepithelzellen.

Lokalisation: Plattenepithelkarzinome können in jedem Bereich des Körpers auftreten, werden allerdings meist an Stellen beobachtet, die häufig der Sonne ausgesetzt sind, z. B. Ohr, Unterlippe, Gesicht, kahle Kopfhaut. Die Haut in diesen Bereichen lässt häufig Anzeichen für eine Sonnenschädigung erkennen, wie etwa Falten, Pigmentierungen und Elastizitätsverlust.

Achtung: Warnzeichen für ein Plattenepithelkarzinom sind offene Geschwüre oder verkrustete Hautstellen, die nicht abheilen. Manchmal erscheint der Tumor in Form von dicken roten Pusteln oder warzenähnlichen Auswüchsen. Menschen mit einem Basalzellkarzinom in der Vorgeschichte haben ein höheres Risiko für die Entwicklung eines Plattenepithelkarzinoms.

Das Plattenepithelkarzinom kann in Form eines harten Knötchens oder als veränderter, erhabener Fleck (Plaque) beginnen, mit einer krustigen Oberfläche, der unbehandelt schließlich aufbricht und ein Geschwür bildet.

Behandlung des Plattenepithelkarzinoms:
Plattenepithelkarzinome sind meist heilbar. Eine verspätete Diagnose und Behandlung kann zu einem tieferen Ausbreiten in die Haut führen, Schäden und Entstellungen verursachen und/oder in andere Gewebe oder Körperorgane streuen. Die Behandlung des invasiven Plattenepithelkarzinoms kann folgendermaßen aussehen:

  • Vollständige operative Entfernung.
  • Alleinige Strahlentherapie oder Strahlentherapie nach einer Operation.
  • In fortgeschrittenen Fällen oder wenn eine Operation oder Strahlentherapie nicht möglich ist, kann eine Chemotherapie eingesetzt werden.
  • Für das Plattenepithelkarzinom werden zudem weitere Therapieansätze in klinischen Studien untersucht.

Eine Untersuchung der umliegenden Lymphknoten bei der Diagnosestellung und während der Nachsorge ist unabdingbar, da diese Tumoren in die Lymphknoten streuen können.

Merkelzellkarzinom und kutane Sarkome

Ein seltener bösartiger Hauttumor ist das Merkelzellkarzinom, nur wenige Fälle werden jedes Jahr diagnostiziert. Allerdings steigt die Häufigkeit in den letzten Jahren. Risikofaktoren sind ein höheres Alter, immunsupprimierende Therapie und UV-Strahlung.

Eine Gruppe unterschiedlicher seltener Hauttumoren wird zusammengefasst als kutane Sarkome. Diese Tumoren, zu denen z. B. das Kaposi-Sarkom gehört, gehen vom Bindegewebe aus.

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