Eine gute Ernährungsweise, Sport und Bewegung bei Krebs können einen positiven Einfluss auf den Therapieverlauf haben. Welche Ernährung und Bewegung sich am besten für Dich eignet, ist nicht immer ersichtlich und auch vom Einzelfall abhängig. Ratschläge oder auch zahlreiche Ernährungsmythen können für zusätzliche Verunsicherung sorgen.

Worauf man während der Hautkrebstherapie in Bezug auf

achten sollte, erfährst Du im Folgenden auf dieser Seite.

ERNÄHRUNG BEI HAUTKREBS

Die richtige Auswahl an Nahrungsmitteln sorgt dafür, dass Du Deine Kraft und Energie während der Krebstherapie behältst. Sie kann Dir auch dabei helfen, mit Nebenwirkungen der Behandlung besser zurechtzukommen. Eine gesunde Ernährung bei Hautkrebs hat zudem positive Auswirkungen auf Dein Leben: Wir wissen, was wir essen sollten und was gut für uns ist, aber nach einer Krebsdiagnose oder während einer Krebsbehandlung kann es eine große Herausforderung sein, gesunde Entscheidungen zu treffen.

Spezielle Krebsdiäten, die vielerorts angepriesen werden, entbehren oft einer wissenschaftlichen Grundlage. Suche im Zweifel Unterstützung bei qualifizierten Ernährungstherapeuten und frag Deinen behandelnden Arzt nach Anlaufstellen.

Ernährung bei Hautkrebs
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Ökologisch erzeugte Lebensmittel oder konventionelle? Achte vor allem auf ausgewogene und nährstoffreiche Kost

  • Ökologisch erzeugte Lebensmittel enthalten im Allgemeinen weniger chemische Zusatzstoffe. Mit diesem Lebensstil triffst Du auch eine Entscheidung, welche Art von Nahrungsmitteln, Landwirtschaft und Umweltschutz Du fördern willst, wie Pflanzen angebaut werden oder unter welchen Bedingungen Tiere gehalten werden.
  • Für eine gesunde Ernährung bei Hautkrebs, wie sie auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, müssen Nahrungsmittel nicht notwendigerweise ein Bio-Siegel tragen: Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung mit allen nötigen Inhaltsstoffen, die wir zum Leben brauchen.
  • Achte auf eine ausreichende Zufuhr von Nährstoffen und vermeide eine Mangelernährung. Iss ausreichend und ausgewogen – das ist das wichtigste Gütesiegel.

Die Vorteile ballaststoffreicher Lebensmittel

  • Ballaststoffreiche Lebensmittel sind wichtig, um einen gesunden Verdauungstrakt zu erhalten und das Krebsrisiko zu senken. Da wir Ballaststoffe nicht verdauen können, vergrößern sie die Stuhlmenge im Darm und reduzieren so die Zeit, die Abfallstoffe in Deinem Dickdarm verbleiben.
  • Dies hilft dabei, Deinen Stuhlgang zu regulieren und die ungesunden Nebenprodukte der aufgenommenen Nahrung wirksamer auszuscheiden. Ballaststoffe sind auch Nahrungsgrundlage für günstige Bakterien, die unser Darm braucht, um Nahrung richtig zu verdauen und gesund zu bleiben.
  • Eine möglichst vielfältige Zusammensetzung unserer Nahrung fördert die Vielfalt der gesunden Darmbakterien. Die meisten Früchte und Gemüsearten enthalten sowohl lösliche als auch nicht lösliche Ballaststoffe.

Lösliche Ballaststoffe

Lösliche Ballaststoffe, auch als Pektine bezeichnet, lösen sich in Wasser auf und bilden ein Gel. Sie finden sich in Äpfeln, Zitrusfrüchten, Blaubeeren, Haferflocken und Hülsenfrüchten. Sie helfen dabei, das Cholesterin zu senken und können die Aufspaltung und Aufnahme von Kohlenhydraten verlangsamen. Dies hilft dabei, den Blutzucker und Ballaststoffe zu kontrollieren, und Du bleibst länger satt.

Nicht lösliche Ballaststoffe

Nicht lösliche Ballaststoffe oder Zellulose lösen sich in Wasser nicht auf. Diese Art der Ballaststoffe findet sich in Kohlgemüse, Nüssen, Weizenkleie, Leinsamen und dunkelgrünem Blattgemüse. Sie fördern eine gesunde Darmentleerung.

Ballaststoffe als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen?

  • Um auch von ihren natürlichen krebsbekämpfenden Pflanzeninhaltsstoffen zu profitieren, sind im Idealfall ballaststoffreiche Lebensmittel wie Obst und Gemüse den Nahrungsergänzungsmitteln vorzuziehen.
  • Wenn Du Ballaststoffe in Form einer Kapsel zu Dir nimmst, stelle sicher, dass Du viel Wasser trinkst. Nimm jedoch keine Ballaststoff-Ergänzungsmittel zusammen mit Medikamenten oder Vitaminen ein, da sie deren Aufnahme hemmen können.
  • Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, mindestens 30 Gramm Ballaststoffe täglich zu sich zu nehmen. Das klappt etwa mit der Faustregel „fünf am Tag“, mit drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst. Ergänzt mit pflanzlichen Fetten und Vollkornprodukten nimmst Du auch ausreichend Kalorien zu Dir und beugst einer Mangelernährung vor.

Nahrungsmittelhygiene während einer Krebsbehandlung

Sorgfältige Nahrungsmittelhygiene im häuslichen Umfeld

Die Hygiene bei Nahrungsmitteln ist bei einer Krebsbehandlung  wichtig, um das Risiko, durch Nahrung eine Infektionserkrankung zu erwerben, gering zu halten. Dein Immunsystem und Dein Magen-Darm-Trakt durchlaufen Veränderungen, die Dich anfälliger für durch Lebensmittel übertragene Krankheiten machen. Einige Nahrungsmittel enthalten häufig Bakterien oder Parasiten. Mit klassischen Hygieneregeln kannst Du das Risiko hier mindern.

Die Aufbewahrung von Lebensmitteln

Die Lagerung von Lebensmitteln im Kühlschrank verhindert kein Bakterienwachstum, es verzögert nur ihr Wachstum. Sprich mit Deinem Betreuungsteam darüber, was Du bei der Zubereitung und Aufbewahrung Deiner Nahrungsmittel beachten musst und wie lange Du diese Vorsichtsmaßnahmen einhalten musst.

Hygienefaustregeln

  • Wasche vor und nach der Nahrungsmittelzubereitung Deine Hände 30 Sekunden lang mit Wasser und Seife.
  • Verwende vor und nach der Nahrungsmittelzubereitung heißes Wasser und Seife, wasche Küchentücher und Lappen häufiger heiß (mindestens 60 Grad Celsius).
  • Verwende keine Schneidebretter aus Holz.
  • Reinige vor dem Öffnen die Oberfläche von Konservendosen.
  • Koche Nahrungsmittelreste beim Aufwärmen gut durch, erhitze die Speisen auf mindestens 74 Grad Celsius.
  • Iss keine Reste, die älter als zwei Tage sind.
  • Bewahre Nahrungsmittel im Innern des Kühlschranks auf, dort ist es kälter als in der Kühlschranktür.
  • Meide in Restaurants anfällige Lebensmittel, die nicht gut gesäubert oder gegart sein könnten, wie Salatbars und Buffets.
  • Teile Speisen nicht mit anderen, benutze Geschirr, Besteck, Gläser nicht gemeinsam mit anderen
Hygienefaustregeln
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Vitamin D bei Hautkrebs: Ausgleich im Fall eines Mangels

Vitamin D bei Hautkrebs: Ausgleich im Fall eines Mangels
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  • Vitamin D ist an vielen Prozessen im Körper beteiligt und wichtig für die Gesunderhaltung von Knochen und Zähnen. Vitamin D kann im Gegensatz zu anderen Vitaminen vom Körper mithilfe des Sonnenlichts selbst gebildet werden.
  • Im Falle eines Mangels besteht darüber hinaus die Möglichkeit, die Vitamin-D-Versorgung durch entsprechende Lebensmittel wie fettreichen Fisch, Käse und Eier zu erhöhen  oder als Nahrungsergänzung zu sich zu nehmen.1

Beachte spezielle Hinweise zur Einnahme Deiner Therapie

  • Während Deiner Behandlung solltest Du die Medikamente immer wie verordnet und zum vorgegebenen Zeitpunkt (nüchtern, vor dem Essen, zum Essen oder unabhängig von den Mahlzeiten) einnehmen.
  • Tabletten solltest Du dabei idealerweise mit einem großen Glas stilles Wasser zu Dir nehmen. Kaffee, Milch und Säfte eignen sich weniger gut und können in einigen Fällen, wie beispielsweise bei Grapefruitsaft, Wechselwirkungen erzeugen und dadurch die Medikamentenwirkung abschwächen oder verstärken. 
  • Informiere Deinen behandelnden Arzt immer über parallel eingenommene Präparate und Ergänzungsmittel, auch wenn diese frei verkäuflich sind.

Ernährungstipps bei therapiebedingten Nebenwirkungen

  • Manche Therapien verursachen Nebenwirkungen, die Einfluss auf Deinen Verdauungstrakt haben können. Bei Übelkeit und Erbrechen greift man daher zu möglichst leichter Kost und verteilt die Mahlzeiten auf viele kleine Portionen am Tag – das entlastet die Verdauung. Im Falle von geruchsabhängiger Übelkeit kann es helfen, auf kalte Speisen umzusteigen.
  • Auch kann es sein, dass Müdigkeit oder Nebenwirkungen von Medikamenten den Appetit verringern. Genieße in diesem Fall Lebensmittel, die Du magst und Dir guttun.

Ein guter Zeitpunkt zur Rauchentwöhnung

  • Eine Rauchentwöhnung ist in jedem Fall eine sinnvolle Maßnahme, über die Du nachdenken solltest. Sprich Deinen behandelnden Arzt darauf an.

SPORT UND BEWEGUNG BEI KREBS

Körperliche Aktivitäten wirken sich positiv auf die Lebensqualität aus

  • Wenn bei Dir Hautkrebs diagnostiziert wurde oder Du Dich derzeit einer Behandlung unterziehst, kannst Du mit Bewegung und Sport Deine Lebensqualität beibehalten oder sogar verbessern.
  • Krebsbedingte Müdigkeit (Fatigue) ist ein Erschöpfungszustand, verbunden mit einem erhöhten Bedürfnis nach Ruhe, die in keinem Verhältnis zu allen kürzlich vorangegangenen Anstrengungen stehen. Bitte beachte, dass diese Art der Erschöpfung nicht mit Ruhe und Schlaf vorübergeht. Es mag seltsam klingen, gegen Erschöpfung mit Bewegung anzugehen: Aber immer mehr Forschungsergebnisse zeigen eine Verbesserung der psychischen und körperlichen Gesundheit bei Patienten, die an speziellen Sportprogrammen teilnahmen.
Sport und Bewegung bei Krebs
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Sport zeigt in vielen Bereichen positive Effekte auf, zum Beispiel:

  • Erinnerungsvermögen
  • Aufmerksamkeitsspanne
  • Schlafstörungen
  • Schmerzen
  • Ängste
  • Depression
  • Gleichgewicht
  • Blutdruck

Bitte Deinen Hausarzt oder Onkologen um weitere Informationen darüber, welche Art von körperlicher Aktivität empfehlenswert ist.

Sport und Bewegung bei Krebs: Vorsichts­maßnahmen

Sport und Bewegung bei Krebs
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Wenn bei Dir eines der folgenden Symptome vorliegt, musst Du mit Deinem Betreuungsteam über Vorsichtsmaßnahmen bei sportlichen Aktivitäten sprechen:

  • Extreme Erschöpfung
  • Anämie oder Mangel an roten Blutkörperchen
  • Neutropenie oder Mangel an weißen Blutkörperchen
  • Fieber oder Infektionen
  • Schwellungen oder Drainage um Wunden oder Stellen, die Strahlentherapie erhalten haben
  • Geschwollene Extremitäten
  • Schmerzen

Welche Art von Bewegung in der aktuellen Situation am besten zu Dir passt, besprich am besten mit Deinem Arzt.

Hinweise zu aerobem Training und gezieltem Kraftaufbau

Aerobes Training 

  • Aerobes Training ist eine körperliche Aktivität, bei der Deine großen Muskelgruppen eingesetzt werden und die im Laufe der Zeit Deine Herz- und Atemfrequenz steigert. Diese Reaktion verbessert Deine Herz- und Lungenkapazitäten. Dadurch wird mehr Sauerstoff in Deine Muskeln transportiert, was wichtig ist, um die Ausdauer und Mobilität zu verbessern.
  • Dein Gehirn schüttet chemische Substanzen, so genannte Endorphine aus, die helfen können, Schmerzen zu lindern und Dein allgemeines Wohlbefinden zu steigern. Beispiele für aerobes Training sind zügiges Gehen, Schwimmen, Treppen steigen und Fahrrad fahren.

Krafttraining

  • Krafttraining ist eine Form von körperlicher Aktivität zur Verbesserung von Muskelkraft und Muskeltonus und Verhinderung des Muskelabbaus. Mit wiederholter Muskelanspannung zur Überwindung eines Widerstands bildest Du Muskelmasse, verbesserst Deine Leistung und Dein Gleichgewicht und stärkst Deine Knochendichte.
  • Du musst für diese Art der Bewegungsübungen kein Sportstudio aufsuchen. Gewichtsbälle oder Medizinbälle und Trainingsbänder können einfach zuhause oder am Arbeitsplatz verwendet werden.,

Bewegung, die auf Achtsamkeit basiert

  • Restorative Yoga, ein leichtes Bewegungstraining, beinhaltet eine Reihe von sanften Positionen, Dehnungen und Atemübungen, die Krebspatienten dabei helfen, Körper und Geist ins Gleichgewicht zu bringen.
  • Yoga fördert bei Patienten nachweislich die Beweglichkeit, Ausdauer, einen guten Schlaf und das allgemeine Wohlbefinden. Es bietet neue Möglichkeiten zum Umgang mit Stress und der Akzeptanz eines veränderten Körperbilds. Mediziner empfehlen ihren Patienten zunehmend Yoga als Therapie. Da Yoga im Stehen, Sitzen und liegend praktiziert werden kann, berichten Patienten aller Altersklassen mit krebsbedingter Müdigkeit und fortgeschrittener Erkrankung von positiven körperlichen und psychischen Auswirkungen.

Allgemeine Tipps zum Thema Bewegung

Es gibt verschiedene Arten von Aktivitäten, die Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit ansprechen. Finde etwas, was Dir guttut.

  • Nimm Dir kleine Veränderungen vor und plane Deine Aktivitäten.
  • Bring Bewegungen in Deine Alltagsroutine: Schon kleine Schritte wie ein paar Treppen statt Rolltreppe oder Lift bedeuten etwas mehr an Bewegung.
  • Höre auf Deinen Körper; Du benötigst vielleicht mehr Ruhepausen als vor Deiner Krebsdiagnose.
  • Wenn Du Dich einer Chemotherapie unterziehst, die Deinen Immunschutz herabsetzt, ist es ratsam, kein öffentliches Sportstudio aufzusuchen, sondern zuhause Bewegungsübungen durchzuführen.
  • Denke daran, dass die empfindlichen Hautstellen nach einer Operation oder Strahlentherapie nicht mit Chlor in einem Schwimmbad oder Whirlpool oder mit See- oder Meerwasser in Berührung kommen sollten. Dein Arzt wird Dir sagen, wann dies kein Problem mehr darstellt.
  • Kombiniere Bewegung mit Entspannungstechniken, um Deinem gesamten Energiehaushalt einen kräftigen Aufschwung zu geben.
  • Achte auf Deine Flüssigkeitszufuhr: Trinke vor und nach sportlichen Aktivitäten im Freien oder in Innenräumen ein Glas Wasser.

Gesunder Schlaf stärkt das Wohlbefinden

  • Fast 50 % aller Krebspatienten leiden laut Daten des National Cancer Institute in den USA an Schlaflosigkeit oder anderen Schlafstörungen.
  • Eine Hautkrebsdiagnose kann Dein emotionales und körperliches Wohlbefinden stark strapazieren und Dir schlaflose Nächte bereiten.
  • Es ist äußerst wichtig, einen ausgewogenen Schlafrhythmus zu finden, wenn Du Dich einer Hautkrebsoperation, Strahlentherapie oder medikamentösen Therapie unterziehst.
  • Mit einfachen, praktischen Strategien kannst Du Schlafstörungen angehen und einen gesünderen Schlafrhythmus entwickeln.

Warum ist Schlaf wichtig?

  • Schlaf hat Einfluss auf die Lebensqualität. Er spielt eine wichtige Rolle für den Erhalt Deiner körperlichen und emotionalen Gesundheit. Die Qualität des Schlafs hat direkte Auswirkungen auf Deinen allgemeinen Energiehaushalt, Deine Stimmung, Dein Erinnerungsvermögen, Deinen Appetit und Stoffwechsel sowie Dein Immunsystem. Wenn Du tief schläfst, kann Dein Körper Stress und Ängste loslassen, Aufmerksamkeit wiederherstellen, die Wundheilung fördern und Deine Haut regenerieren. Ein tiefer Schlaf unterstützt auch die Ausscheidung von Nebenprodukten unserer Verdauung. Die Regeneration in Schlafphasen hilft auch dabei, das Immunsystem zu stärken. Sieh Schlaflosigkeit aber nicht als weiteren Stressfaktor an, sondern genieße und schätze die Schlafphasen und guten Schlaf umso mehr.

Schlaflosigkeit während einer Krebserkrankung

Hinter Schlaflosigkeit können viele Ursachen stecken. Auch die Sorgen rund um die Erkrankung können Dir den Schlaf rauben. Einige Schlafhindernisse kann man jedoch aus dem Weg räumen. 

Faktoren, die zur Entwicklung von Schlaflosigkeit beitragen:

  • Koffein und Nikotin sind beides starke Stimulanzien, die Dich wachhalten können oder verhindern, dass Du in tiefere, regenerative Phasen des Schlafrhythmus fällst. Koffein kann auch in Energy-Drinks, in Süßigkeiten oder auch Schmerzmitteln enthalten sein.
  • Alkohol am Abend kann dafür sorgen, dass Du Dich zunächst schläfrig fühlst, danach kann Alkohol aber ein unterbrochenes Schlafmuster verursachen, wodurch Du in der Nacht häufig aufwachst.
  • Sodbrennen oder nächtliches Aufstoßen durch scharfe oder fette Speisen zum Abendessen können das Einschlafen verhindern oder Dich in der Nacht häufig aufwachen lassen.
  • Computer- und Fernsehkonsum vor dem Zubettgehen kann anregend wirken und den Schlaf stören.
  • Auch Nickerchen am späten Nachmittag nach 16:00 Uhr können zu schlaflosen Nächten führen. Halte ein Nickerchen möglichst am Vormittag oder früheren Nachmittag.
  • Nebenwirkungen von Medikamenten, Chemotherapie und Strahlentherapie können den Schlaf beeinträchtigen.

Eine Faustregel ist, ein Morgen- und Abendritual einzuhalten: Gehe jeden Abend um die gleiche Zeit ins Bett und wache jeden Morgen um die gleiche Zeit auf.

Schlafhygiene

Mit ein paar einfachen Maßnahmen kann man das Einschlafen erleichtern und den gesunden Schlaf fördern.

  • Schaffe Dir eine gesunde Schlafumgebung, indem Du es Dir gemütlich machst. Optimiere und ordne Dein Schlafzimmer; der Raum sollte möglichst sauber, dunkel und ruhig sein, die ideale Temperatur liegt bei 15 bis 19 Grad Celsius. Eine sanfte Geräuschkulisse mit Naturklängen oder klassischer Musik kann entspannend sein und helfen, Außengeräusche zu minimieren. 
  • Versuche, keine Arbeitsmaterialien mit ins Bett zu nehmen, dadurch bleibst Du mit den Gedanken bei der Arbeit und im Problemlösungsmodus. Schreibe vor dem Zubettgehen eine Liste mit ausstehenden Dingen oder eine „To-do-Liste“ für den kommenden Tag und sieh die Liste dann bis zum nächsten Morgen nicht mehr an.
  • Ein beruhigender Kräutertee oder eine Tasse heißes Wasser mit Zitrone am Abend kann eine natürliche entspannende Wirkung entfalten.
  • Vielleicht erinnerst Du Dich an andere Einschlafrituale, die Dir in früheren Lebensphasen schon geholfen haben.
  • Nikotin ist stark anregend und kann Insomnie (Schlaflosigkeit) verursachen. Vermeide zwei Stunden vor dem Zubettgehen Nikotin in Zigaretten, Zigarren, Pfeifen, Kautabak und rauchfreiem Tabak. 
  • Wenn Du über den Tag verteilt mehrere kleinere Mahlzeiten isst, vermindert dies Sodbrennen oder Reflux. Versuche, nach dem Essen dreißig Minuten lang aufrecht zu sitzen, um zu verhindern, dass die Magensäure in Deine Speiseröhre zurückfließt und Sodbrennen verursacht. Alkohol und Nikotin können auch Aufstoßen verschlimmern. Nimm Deine Medikamente stets mit Wasser ein. Wenn Du damit Probleme hast: Iss nicht zu spät zu Abend, lagere den Kopf beim Schlafen etwas höher.
  • Während Deiner Krebsbehandlung braucht Dein Körper vielleicht mehr Ruhe. Eventuell hilft eine kurze Ruhepause am Nachmittag, um sich statt erschöpft gut ausgeruht zu fühlen.
  • Gräme Dich nicht, wenn Du nicht schlafen kannst: Genieße die Ruhe der Nacht, das Abschalten von Alltagsaktivitäten – auch das dient der Erholung und Regeneration.

Sprich immer auch mit Deinem Arzt über mögliche Ursachen von Schlaflosigkeit.

Sport und Bewegung bei Krebs: Vorsichts¬maßnahmen
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Therapie- oder krankheitsbedingte Fatigue = anhaltende Müdigkeit

Unter Fatigue versteht man eine starke und anhaltende Müdigkeit, die über das normale Maß an körperlicher Erschöpfung nach Belastung hinausgeht und unter der viele Krebspatienten leiden. Dieses Phänomen kann nicht nur mit der Therapie, sondern auch mit der Krebserkrankung als solcher zusammenhängen.

Manchmal dauert dieses so genannte Fatigue-Syndrom über den Behandlungszeitraum hinaus an. Wenn Du in Deiner aktuellen Krankheitsphase von Fatigue betroffen bist, sprich das Problem gezielt bei Deinem Arzt an und informiere Dich über Unterstützungsangebote. 

Psychische Krankheitsbewältigung (Psychoonkologie) und Bewegung (Bewegung) oder Entspannungsverfahren erweisen sich bei manchen Patienten mit Fatigue als hilfreich. Aber auch guter und regelmäßiger Schlaf (Schlafhygiene) und eine ausgewogene Ernährung (Ernährung) leisten einen Beitrag beim Umgang mit chronischer Erschöpfung. 

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