Melanom

Das Melanom tritt zwar seltener auf, ist aber die gefährlichste Form von Hautkrebs. Wenn es frühzeitig diagnostiziert wird, ist es meist heilbar. Unbehandelt kann das Melanom in andere Bereiche des Körpers streuen (metastasieren).


Ursprung

Melanozyten sind Zellen in der Epidermis, die das Pigment Melanin bilden. Melanin verleiht der Haut, den Haaren und Augen ihre Farbe.

Melanome sind normalerweise braun oder schwarz; es gibt allerdings auch hautfarbene, farblose oder anders gefärbte Tumore.

Lokalisation

Trotz des engen Zusammenhangs zwischen Sonneneinstrahlung und der Entwicklung eines Melanoms können diese Hauttumoren an allen Körperstellen auftreten, auch in Bereichen, die normalerweise nicht der Sonne ausgesetzt sind, wie die Genitalien oder der Analbereich.

Bei Männern sind am häufigsten der Rücken und die Brust betroffen, während bei Frauen meist der Rücken und die Beine betroffen sind.

Das Melanom wächst durch die Haut hindurch in die darunterliegende Fettschicht und hat die Tendenz, in die Lymphe und ins Blut zu streuen.

Wie beginnt ein Melanom?

Ein Melanom kann über Wochen, Monate oder sogar Jahre entstehen. Anfänglich kann es sich in Form eines neuen Leberflecks oder einer Art Sommersprosse zeigen oder es kann sich in einem bereits vorhandenen Leberfleck entwickeln.

Melanome haben für gewöhnlich eine dunkle Farbe (braun oder schwarz), es gibt aber auch Tumore, die eine Mischung von Farben zeigen.

Unabhängig vom Risiko für die Entwicklung von Hautkrebs sollten alle Menschen ihre Haut regelmäßig auf Veränderungen hin untersuchen.

Verdächtige Flecken sollten einem Arzt vorgestellt werden.

Die Dermatologenverbände rufen dazu auf, die frühen Warnzeichen für Hautkrebs – das ABCDE des Melanoms – kennenzulernen sowie regelmäßig einmal im Monat eine Selbstuntersuchung der Haut vorzunehmen.

Hautkrebs-Screening

Diese Vorsorgeuntersuchung soll die Selbstuntersuchung nicht ersetzen, sondern ergänzen: Ziel des Hautkrebs-Screenings ist, die drei Hautkrebserkrankungen Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom und malignes Melanom möglichst frühzeitig zu erkennen. Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebs-Screening, das bei entsprechend qualifizierten Haus- und Hautärzten durchgeführt wird, die Kosten übernehmen die Krankenkassen.

Wann ist ein Leberfleck verdächtig?

Viele Menschen haben Leberflecke. Die Anzahl der Leberflecke ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, aber bei der gleichen Person ähneln sich die Leberflecke meist. Ein Leberfleck wird verdächtig, wenn sein Aussehen beginnt sich zu verändern oder er sich anders anfühlt – wenn der Fleck sich wie ein „hässliches Entlein“ (ugly duckling) stark von den anderen Flecken unterscheidet.

Was tun, wenn ein Fleck oder Leberfleck verdächtig aussieht?

Der Hausarzt oder Dermatologe sollte jede verdächtige Läsion bzw. jeden Fleck so zeitnah wie möglich untersuchen. Der Arzt wird den Leberfleck dann entweder engmaschig weiter beobachten oder eine Hautbiopsie (unter Lokalanästhesie) vornehmen und den Fleck z.B. in einer Stanzbiopsie komplett entfernen. Diese Probe wird dann von Spezialisten, den Dermatopathologen, genauer untersucht.

Wie geht es weiter, wenn die Biopsie ein Melanom ergibt?

Wenn ein Melanom bestätigt wird, ist normalerweise eine zweiter kleiner Nachschnitt erforderlich, um sicherzustellen, dass alle Krebszellen an der Lokalisation entfernt wurden. Damit wird eine Rückkehr des Tumors unwahrscheinlicher. Hier wird je nach Tumordicke ein kleiner Sicherheitsabstand von 1-2 cm um die ursprüngliche Stelle eingehalten. Auch wenn dieser Nachschnitt (Nachresektion) als Operation angekündigt wird, brauchen Sie bei den meist eingesetzten Stanzinstrumente keine großen Narben zu befürchten. Der Nachschnitt dient Ihrer Sicherheit.

Lassen Sie verdächtige Leberflecke von einem Hautarzt untersuchen.