Hautkrebs und die psychische Gesundheit

Hautkrebs kann vielfältige Auswirkungen auf Ihre emotionale Gesundheit haben. 

Sicher sind Sie verängstigt, unsicher oder wütend über die ungewollten Veränderungen, die die Krebserkrankung in Ihr Leben bringt.

Sie könnten sich wie betäubt oder verwirrt fühlen. Vielleicht haben Sie in dieser Zeit Schwierigkeiten damit, anderen Menschen zuzuhören und sie zu verstehen oder sich daran zu erinnern, was sie Ihnen erzählt haben. Das kann besonders in den ersten Momenten der Erkrankung vorkommen, nachdem Ihr Arzt Ihnen gesagt hat, dass Sie Krebs haben.

Nicht nur Patienten, auch Familie, Freunde und das Umfeld können sich mit Depressionen, Sorgen und Ängsten konfrontiert sehen, wenn die Diagnose Krebs in Ihr Leben tritt.

Sie können besser mit Ängsten und Sorgen rund um die Behandlung und ihre Nebenwirkungen umgehen, wenn Sie die Initiative ergreifen: Sprechen Sie mit Ihrem medizinischen Betreuungsteam über die Dinge, die Ihnen Sorgen bereiten. Oder Angst machen. Erfahren Sie soviel Sie können über die Krebserkrankung, Ihren Behandlungsplan und was während der Behandlung auf Sie zu kommen könnte. Eine gute Vorbereitung, z.B. wie Sie mit möglichen Nebenwirkungen umgehen können, kann Ihnen helfen, weniger unter dem Gefühl des Kontrollverlusts zu leiden und für die Behandlung gewappnet zu sein.

Was Sie tun können, um mit Ihren Emotionen besser umgehen zu können

  • Bitten Sie Ihre Familie, Freunde und andere Menschen in Ihrer Umgebung um Unterstützung. Jemand, der sich um Sie kümmert und Ihnen zuhört, kann sehr hilfreich sein. Gesundheitsfachkräfte (z.B. Sozialarbeiter, Psychologen oder medizinische Fachkräfte) und Selbsthilfegruppen können weitere Anlaufstellen sein.
  • Suchen Sie spirituelle Unterstützung, etwa mit Hilfe von Gebeten, Meditation oder anderen Praktiken, die Ihnen zu mehr innerer Ruhe und innerem Frieden verhelfen.
  • Achten Sie auf Ihre körperlichen Bedürfnisse, z.B. bei Ruhepausen oder auch bei Ihrer Ernährung.
  • Finden Sie Wege, um Ihre Gefühle auszudrücken, z.B. durch Gespräche, Musik, Malerei oder Schreiben.
  • Nehmen Sie sich Zeit und Raum für sich selbst.
  • Laufen Sie oder treiben Sie Sport. Sprechen Sie vorher mit Ihrem medizinischen Betreuungsteam, wenn Sie ein neues Sportprogramm oder eine neue Aktivität beginnen möchten.
  • Finden Sie heraus, was anderen Patienten und Familien dabei geholfen hat, mit einer Krebserkrankung zurechtzukommen und/oder sprechen Sie mit anderen Menschen, die die gleiche Form von Krebs haben wie Sie selbst. Selbsthilfegruppen sind hier gute Anlaufstellen.

Nehmen Sie gegebenenfalls auch zuhause Veränderungen vor, um eine gesündere Umgebung zu schaffen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, wie Sie Ihren Alltag gesund gestalten können.

Wie Sie Stress abbauen und sich entspannen

Einfach zu erlernende Techniken, die Ihnen dabei helfen können, mit den Herausforderungen im Alltag umzugehen sind:

  • Meditation
  • Atemtechniken wie rhythmische, tiefe Atmung
  • Entspannungsübungen wie Fantasiereisen, geführte Imagination
  • Körperliche Bewegung, z.B. Tanzen
  • Selbsthilfegruppen
  • Kreative Techniken, z.B. Schreiben von Tagebuch oder Kunsttherapie
  • Hypnose

Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie eine neue Aktivität beginnen oder Ihren Lebenstil verändern.

Gesunde Lebensweise, Ernährung, Schlaf, Bewegung und Meditation können im Alltag mit der Erkrankung helfen.